Mittwoch, 17. Dezember 2014

Nur eins...

Wenn man nachhaltig abnehmen möchte, ist es wichtig, sich nichts zu verbieten. Ab und zu sollte man sich etwas gönnen. Verbote schaden dem Durchhaltewillen.

Das habe ich in meiner jahrelangen, bisweilen zweifelhaften Ernährungskarriere ganz häufig gelesen oder gehört. Dabei handelt es sich um eine Äußerung, die sich tief in meine Seele gefressen hatte. 

Dass es eine auffallende Tiefenwirkung erzielen konnte, ist eigentlich logisch. Solche und ähnliche Äußerungen taten mir als Übergewichtige gut, war doch irgendwie eine Art Freispruch für Ausnahmen längs des Weges, oder? (Dabei konnte ich übrigens hervorragend ausblenden, dass mich das "nicht verbieten" regelmäßig hat scheitern lassen.) Ich habe es - in unterschiedlichsten Formulierungsversionen - in vielen wirklich bekannten Diätlektüren gefunden, in TV-Sendungen zum Thema gehört, bisweilen von Ernährungsberatern und Ärzten. Die müssen es doch schließlich wissen.

Können die das überhaupt wissen?

Kann überhaupt jemand, der nie wirklich dick war, wissen, wie es ist, dick zu sein und gegen den immer häufiger nötigen "Kick" von etwas Leckerem anzukämpfen? Viel zu oft hat man mir erklärt, dass ich mich nur ein bisschen zusammenreißen muss, dass das doch nun wirklich nicht so schwer ist. Es braucht nur ein wenig Disziplin, dann lernt man auch den normalen Umgang mit Lebens... Nahrungs... äh.. Süßigkeiten und Junk.

Die Statistik der Übergewichtsentwicklung spricht eine andere Sprache - anscheinend ist es doch nicht ganz so simpel. Woran liegt das? Sind wir in den letzten Jahrzehnten wirklich zu einem völlig disziplin- und bewegungsbefreiten Völkchen mutiert? Oder sind es falsche Ernährungsempfehlungen...


Zitat Destatis vom 05.11.2014 (Statistisches Bundesamt):
Im Jahr 2013 waren insgesamt 52 % der erwachsenen Bevölkerung (62 % der Männer und 43 % der Frauen) in Deutschland übergewichtig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit der Anteil Übergewichtiger im Vergleich zu 1999 (insgesamt 48 %, 56 % der Männer, 40 % der Frauen) gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013, bei der Fragen zu Körpergröße und Gewicht gestellt wurden. 

Diese Äußerung, dass man sich nichts verbieten darf, gilt für mich jedenfalls nicht. Ich bin meinetwegen anders, individuell, und das ist auch gut so.

Darum hier und an dieser (meiner persönlichen Austob-)Stelle meine Erfahrungen zum oben eingangs erwähnten Satz:

NEIN!
Bei mir ist es genau anders herum. Denn selbst nach so vielen Jahren, habe ich immer noch das höchst zweifelhafte "Vergnügen" in Bezug auf Ausnahmen an meine persönlichen Grenzen geführt zu werden und Stolperfallen über den Weg zu laufen.

Was das für Stolperfallen sind?
Ich kann einfach nicht diese Sache mit dem "Nur eins". Also diesen theoretischen EINEN Keks nehmen vom dargebotenen vorweihnachtlichen Schnucketeller, der vorgestern hier Thema war. 

Beispiele?
Beispiele!

Jemand hat mir vor ein paar Monaten eine Tüte Stevia-Lakritz geschenkt. Och, toll, Stevia geht ja (nein, die Lakritze gehen nicht, da ist eine Menge anderes drin, aber ich kann prima das überlesen und mir das Wort "Stevia" rauschälen!). Da kann ich ja dann ab und zu MAL EINS nehmen. Schön einteilen. Nimmt mir ja keiner weg. Also nahm ich mir eins. Leider sind die Dingerchen verflucht klein. Da bekommt man kaum gescheit Lakritzgeschmack in den Mund. Nehme ich doch noch eins. Oder besser noch zwei, denn dann entfaltet sich das besser. An genau dieser Stelle setzte mein Gehirn aus. Als ich wieder zu mir kam, war die Tüte ratzeputz leer. Und ich extrem dankbar dafür, dass in einer Tüte lediglich 80 g drin sind.
Fakt ist: Hätte ich die Tüte gar nicht erst gehabt oder sie umgehend weggeworfen, hätte ich keins gegessen und schon gar nicht den gesamten Inhalt inhaliert. 
Die übrigens umgehend folgende Strafe: Ich vertrage diese Süßstoffe nicht und litt zwei Tage unter schlimmsten Krämpfen und unfassbarer.. nun... Diarrhoe.  
Die ungeheuerliche Unlogik: Hab ich mir noch eine weitere Tüte gekauft, da ich doch so gelitten habe? Ich sage nix ohne meinen Anwalt. Irgendwann wurde mir aber zum Glück klar, was ich tat, und ließ es sein. Diese Lakritze gibt es hier weit und breit nur in einem Supermarkt. Einfache Lösung: Ich bin dort kein Kunde mehr. 

Pinselchen brachte einmal zur Vorweihnachtszeit zum Kaffee selbstgebrannte Mandeln mit. Anstelle des Zuckers hatte sie Erydingens genommen (ein unmerkbarer Ersatzstoff für Zucker). Sie stellte das Schüsselchen auf den Tisch. ZACK ging der Automatismus an. Nachdem ich zunächst ein wenig alibiartig und lchfkonform protestiert hatte, schlichen meine Finger zur Schale. Probieren kann man ja mal, ich muss mich schließlich nicht immer so anzecken, oder? Erst langsam eins, dann noch eins, s.o. Rappzapp war die Schüssel leer. 
Fakt ist: Hätte sie die gar nicht erst mitgebracht oder wäre ich eisern geblieben, dann hätte ich auch hier keins gegessen und schon gar nicht die Schüssel inhaliert.
Die übrigens umgehend folgende Strafe: s.o. - ich wiederhole mich, aber das ist nun einmal eine unumstößliche Tatsache.

Ich bin übrigens tatsächlich dankbar, dass diese Exkurse Konsequenzen haben. Sonst wäre die Gefahr noch deutlich größer. Dieses "Wer nicht hören will, muss fühlen" ist für mich ein echter Glücksfall. Wäre ich sonst nicht vielleicht viel öfter gefährdet?

Bleibt die Frage, warum ich nicht schlauer werde. Warum passiert mir das ab und an? Weil ich nach wie vor esssüchtig bin! Das werde ich wohl immer bleiben. Aus eins wird zwei wird drei. Ich kann das nicht. Und das muss ich für mich akzeptieren und veratmen.

Aber anders herum gefragt: Verpasse ich wirklich durch den totalem Verzicht etwas Wichtiges oder Wesentliches? Etwas, was wichtiger und wesentlicher ist als mein heutiges Lebens- und Körpergefühl? Glasklares Nein. 

Es gibt einiges auf dem Weg, was ich akzeptieren und damit umzugehen lernen durfte. 
Das gelingt mir heutzutage deutlich besser als früher. Aber nicht immer. 
Holzauge sei wachsam.

Verzicht ist für mich jedenfalls unter dem Strich deutlich einfacher als sich nichts zu verbieten und sich ab und an etwas zu "gönnen". Ich bewundere jeden, der das mit dem "Nur eins" kann. Für mich könnte der Versuch bzw. die Versuchung jederzeit mein Rückfahrschein sein. Und da, wo ich im Sommer 2009 war, möchte ich nie wieder hin. Auch nicht auf Besuch.

Und jetzt sagt mir nicht, dass ihr alle so diszipliniert seid und dieses "Nur eins" könnt.
:D








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Dienstag, 16. Dezember 2014

Kelp #1: Ines "Tuna baked"


Das erste Kelp-Rezept (klickediklick) steuert die liebe Ine bei. 

Ich weise vorsorglich darauf hin, dass bei der Kelp-Aktion nicht nur strenge LCHF-zum-Abnehmen-Rezepte dabei sein werden, da die Versuchsköche nicht alle reine bzw. strenge bzw. überhaupt LCHFler sind. (Meine weltbesten Leser sind eben "bunt durch die Kajüte" oder anders gesagt "sehr unterschiedlich").

In dem Fall schreibe ich kleine Anmerkungen dazu, da es sonst vielleicht einige meiner Leser, die hier auf der Suche nach LCHF zum Abnehmen sind, verwirren würde. Ich hoffe, dass es mir von den Rezeptspendern nicht allzu übel genommen wird. 


Aber jetzt überlasse ich Ine das Feld und das Wort:

Hallo Annika!
Nun also das Rezept und die Bilder dazu. Genaue Mengenangaben hab ich nicht, stammt schließlich von mir und ich koche sehr selten nach Rezept.
Die Idee für den Auflauf stammt aus England. Meine Gastmutter machte oft „Tuna baked“ und ich habe es geliebt. In der Regel hat sie Nudeln benutzt, ab und an aber auch nicht, dann gab es Kartoffeln dazu. Die hat sie allerdings extra gekocht. (Anmerkung Sudda: Neinneinnein! Denkt noch nicht einmal darüber nach, wenn ihr LCHFler seid. *fiesesbreitesgrinsen*)
Überbacken wird das Ganze im Original nicht mit Bacon, sondern mit Chips oder Cornflakes (Anmerkung Sudda: KRASS! Die Engländer kommen auf merkwürdige Ideen!)Ich hab mich heute für Mais entschieden - denn laut meiner Gastmutter „muss“ Mais drin sein. ;) Aber natürlich lässt sich das mit so gut wie jedem Gemüse kombinieren.
Nun aber endlich zum Kern der Mail! ;)
Du brauchst:
1 Paket Bacon
1-2 Dosen Thunfisch
1-2 Zwiebeln
3 x Sahne
Butter
geriebenen Käse
etwas Tomatenmark
Mais
Salz, Pfeffer und Paprikapulver
Johannisbrotkernmehl oder etwas anderes um ggfs. die Soße anzudicken


Den Bacon im Ofen kross rösten (geht auch in der Pfanne). Zwiebeln schneiden und in Butter glasig braten. Mit Sahne ablöschen. 
Kurz aufkochen lassen und den Thunfisch und den Mais hinzufügen. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Paprika ab-schmecken.

Sudda sagt: Jaaahaaa, so sehen die Kelps aus der Nähe aus, wenn man sie auseinander gefusselt hat.

Da ich nicht wusste wie die Nudeln „reagieren“, hab ich auf den Boden der Form ein wenig der Soße getan, die Nudeln drauf und mit dem Rest der Soße bedeckt. Käse drüber und zum Schluss den krossen Bacon darauf streuen. 200°C, ca. 20 Minuten in den Ofen. 

Sudda sagt: Das sieht verdammt lecker aus!

Ich denke, ich werde die Nudeln das nächste Mal versuchen ein wenig vorzukochen, denn sie waren mir ein wenig zu „knackig“.


Später sendete sie mir einen Nachsatz zum Rezept:


Hej Annika!
Ich habe die Reste von gestern heute angebraten und nun sind die Nudeln gut.
Das könnte man natürlich auch vorweg machen. Dann bekommen die vermutlich zusätzlich ein leichtes Butteraroma. Hmmmm :D

Siehste, Versuch macht kluch!

Bestens! Ganz toll gemacht.


Das Rezept - abzüglich Mais und Johannisbrotkernmehl sowie sparsam im Umgang mit Tomatenmark - probiere ich auf jeden Fall aus. Ich bin nämlich ein richtig großer Auflauffan. 

EIN DICKES DANKE AN DICH!



P.S.:
Falls ihr Fragen an Ine zum Rezept habt, dann einfach kommentieren. Sie wird bestimmt antworten.








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Rappzapp #2


Die ersten zwei Kelp-Rezepte zu dieser Aktion (klickediklick!) sind bereits in meinen Mailkasten eingerauscht. Das nenne ich mal flott. Und es ist wirklich was Neues.

Super! Danke an Ine und Marie-Johanna, ich melde mich nachher noch per Mail!
♥♥♥


Daher werde ich euch nachher schon das erste präsentieren können. *froi*


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Montag, 15. Dezember 2014

Adventiöse Klemm-Mahn-Buxe


Fast egal, wo man derzeit hinkommt, überall gibt es was zu futtern. Bonbönchen, Kekschen, sogar in meinem BIO-Markt wurde ich mit einem Erdnüsschen-Tütchen beglückt. Das "-chen" hänge ich übrigens dran, weil bei freundlicher Ablehnung des Dargebotenen gerne verteidigend betont wird:

"Och, das eine Kekschen."
"Ist doch nur ein kleines Tütchen!"
etc. pp.

Ist ja durchaus eine nette Geste, aber recht figurschädlich und LCHF schon gar nicht. 

Erdnussexkurs:
Nein! Erdnüsse deshalb nicht, weil Erdnüsse eigentlich gar keine Nüsse sind, auch wenn sie so heißen. Das sind Hülsenfrüchte! Und sie haben ordentlich KHs. Also Achtung. 

Außerdem halte ich nichts von Zwischenmahlzeiten, die man sich einfach mal so neben den normalen Mahlzeiten verabreicht. Oder glaubt ihr, man hat dann am Abend noch die Übersicht, wie viel ihr tatsächlich zu euch genommen habt, inklusive dieser kleinen Extras?

Im Hinterkopf speichert sich das Kekschen zwar vielleicht ab, aber bei mir waren Kekse bereits VOR LCHF durch, seitdem ich irgendwo gelesen habe, dass ein vereinzeltes, armseliges, beknacktes Vanillekipferl schon 80 kcal hat.

EINS! 
Und wer isst schon EINEN Keks, wenn eine ganze Schüssel vor einen gestellt wird?

Ganz zu schweigen davon, dass Zwischenmahlzeiten nullkommanix mit echtem Hunger zu tun haben. Hätte man echten Hunger, würde eine Zwischenmahlzeit wohl kaum ausreichen. 

Jedenfalls sind diese kleinen Verlockungen, die man jahreszeitentypisch überall bekommt, aus meiner Sicht brandgefährlich. Interessanterweise bin selbst ich als LCHFler und Nichtsüßmöger in Gefahr. Wenn ich nämlich immer und überall andere Menschen kauen sehe, regt sich ein kleines, winselndes Wollen in mir. Klingt komisch, ist aber so. Dieser "Gönn-, Futterneid- und Belohnungsknopf" ist in meinem Gehirn nach wie vor zwischendrin aktiv. Den kann ich noch so angehen, ab und an erwische ich mich doch dabei.

Was tun?

Weil ich mich kenne, habe ich direkt die ganz dicken Daumenschrauben festgedreht. Mit einer "adventiösen Klemm-Mahn-Buxe". Das ist eine Hose, die mir schon bei Niedrigstgewicht etwas spack (regional für "eng") war. Jetzt ist sie... nun... noch enger, auch wenn sie sich problemlos schließen lässt.

Problemloses Schließen bitte nicht mit problematischem Schließen verwechseln! Zweiteres ist der Klassiker mit rücklings auf dem Bett liegen, Bauch einziehen, Luft anhalten und Reißverschluss quasi per Zange hochzerren - das kenne ich noch von ganz früher. Das ist aber etwas, was ich nie mehr mitmachen würde! Dennoch ist das Leben in dieser Hose nicht 100%ig gemütlich. Jedenfalls nicht so gemütlich, wie in den stretchigen Sportklamotten, in denen ich ansonsten viel Zeit verbringe und die reichlich Spielraum für körperliche Ausdehnung lassen. 

Diese Klemm-Buxe trage ich derzeit so oft wie möglich, wenn ich unterwegs bin. Durch den leichten Dauerdruck im Bund erinnert sie mich konstant daran, dass ich meine Finger und Kiefer in Zaum halten sollte, wenn ich die Weihnachtszeit ohne Zunahme überstehen möchte.

Ja, klar, ich weiß. Manche verstehen meine Vorgehensweise nicht und möchten in der Weihnachtszeit fünfe gerade sein lassen. Kann jeder für sich selbst bestimmen - daher bestimme eben ich für mich, dass ich das nicht möchte.

Und die Buxe zeigt Wirkung! 
Ich habe jedenfalls in der gesamten Vorweihnachtszeit noch keine Zunahme zu verzeichnen.

Den Trick habe ich übrigens von meiner Mutter abgeguckt. :)
Oder kennt ihr den auch?

Wie macht ihr das mit dem Abnehmen in der Weihnachtszeit?
Läuft es oder macht ihr eine Pause?
Habt ihr einen anderen, interessanten Trick auf Lager?










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Sonntag, 14. Dezember 2014

*bischbischbisch*


Das ist das Geräusch, das entsteht, wenn mein Kopf auf die Tastatur schlägt...

So langsam sickert es in die letzte Ecke meines Gehirns, dass ich gestern völlig euphorisch versprochen habe, nächsten August den Monschau-Marathon zu walken (klickedicklick)

ÜBER VIERZIG KILOMETER!
Und das geht MORGENS um 6 los.


Verteidigungsansatz:
Es war aber auch so gemütlich mit D. & R. & dem Mann im Brauhaus. Auch wenn ich nichts getrunken habe, weil ich die Fahrerkarte gezogen hatte. Außerdem.. ja.. außerdem irgendwas.. Und so. Die Haxe war gigalecker. Ja. Das Sauerkraut auch. Hm.

Weia.
Andererseits hätte ich damit einen weiteren Punkt auf meiner "Ma' ma' ma'"-Liste abzuhaken. 

Ich atme.

Immerhin ist die Gegend unfassbar schön.
*rolleyes*



Da sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht!




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Samstag, 13. Dezember 2014

Entpuppt goes Kurs?


Ich sitze hier vor dem Rechner und denke. Große Dinge könnten für mich ihre Schatten voraus werfen, oder so. Derzeit versuche ich eine möglichst hochgradig gelungene Präsentation auszuarbeiten, mit der ich den Vorstand meines Vereins von meinem ersten höchsteigenen Kurskonzept überzeugen möchte.

Entpuppt goes quasi vielleicht Kurs!

Im Kopf ist die Planung so gut wie abgeschlossen, aber wie bekomme ich das überzeugend aufs Papier? Sieht zwar schon recht nett aus, aber 100% zufrieden bin ich noch nicht. Aber ist man das jemals?

Mir schwebt ein Kurs für Übergewichtige vor, die sich auf ihren Abnehmweg machen wollen und eine Art Starthilfe brauchen, Hilfe zur Selbsthilfe eben. Das Konzept ist zunächst auf 10 Treffen ausgelegt, die aus zwei Anteilen bestehen soll: 

Ein Teil Sport, der auf die Bedürfnisse bzw. Möglichkeiten der einzelnen ausgelegt ist. Ich möchte fördern und fordern, aber nicht ÜBERfordern. Ziel ist, die Freude an der Bewegung wiederzufinden, die eigenen Möglichkeiten auszuloten und nach und nach darauf aufzubauen. Toll wäre, wenn Bewegung einen festen Platz im Leben der Teilnehmer finden würde. Dafür habe ich bereits viele viele gute Ideen gesammelt und meine Erfahrung als Trainer unterschiedlichster Menschen hilft mir dabei glasklar weiter. Und ja, ich kann tatsächlich sehr einfühlsam und sensibel sein. 

In dem anderen Teil soll es um das Abnehmen an und für sich gehen. In diesem Teil sollen bestimmte Fragen rund um das Abnehmen thematisiert werden, die Gruppe soll sich untereinander austauschen und unterstützen können. Es gibt reichlich Gedankenanstöße, Theorie, Wahrnehmungsübungen, Materialien in Papierform, Potritte, Seelenkrauler. Ich möchte vermitteln, dass erfolgreiches Abnehmen weit mehr ist, als nur eine dauerhafte negative Energiebilanz - also "weniger rein als raus". 

Nein, DAS wird kein reiner LCHF-Kurs. LCHF-Seminare oder -Kurse kommen später, allerdings wohl eher nicht in Zusammenarbeit mit dem Verein. Dafür lerne ich noch, brauche mehr Zeit zur Vorbereitung, Geld, blabla, - aber Pläne sind reichlich da, dazu erzähle ich ein anderes Mal mehr. Mit dem Verein zusammen zu arbeiten, hätte für mich im ersten Durchgang echte Vorteile, und da ich gerne Schritt für Schritt voran gehe, fühlt es sich sehr gut an. 

In diesem Kurs geht es mir darum, die Eigenverantwortung anzuregen. Die Teilnehmer sollen sich informieren, miteinander austauschen, voneinander lernen und frei entscheiden. Ich werde weder Ernährungspläne vorschreiben noch irgendetwas verkaufen. Denn auch wenn ich selbst natürlich von LCHF überzeugt bin, bleibe ich bei meiner Auffassung, dass es nicht DIE Universallösung gegen Übergewicht gibt. Manche mögen kritisieren, dass ich nicht von vorneherein bei "meinen Leisten" bleibe, aber die Ernährung war für mich zwar ein wesentlicher Pfeiler meines Erfolgs, aber eben nur EINER. Und einer allein reicht aus meiner Sicht nicht, egal, wie gut und stabil er ist. 

In einem ersten Gespräch mit einem wichtigen Vereinsmenschen hatte ich bereits den Eindruck, dass ich überzeugen konnte, das fühlt sich richtig gut an. Allerdings wird es nicht einfach werden, den Kurs umzusetzen, selbst wenn ich auch den Vorstand überzeuge. Ich brauche spezielle Bedingungen! Ich brauche sowohl einen Sport- als auch einen Seminarraum. Ich brauche die Räumlichkeiten abends, damit auch Berufstätige teilnehmen können. Und dummerweise brauche ich das Ganze auch noch mittwochs oder donnerstags, denn an den anderen Tagen bin ich bereits bis zu meinem persönlichen Anschlag als Trainerin ausgebucht. Dann bitte gerne noch im Zeitraum nach Ostern auf die Sommerferien zu. Man sieht, ich bin mal wieder gigabescheiden... hust.

Ich könnte jedenfalls auch eure Hilfe brauchen, einfach um abzuhaken, ob ich in meinem Konzept wirklich die wichtigsten Themen drin habe:

Was sollte aus eurer Sicht unbedingt zum Thema werden? 
Was fehlt noch?


Beispielsweise dabei sind:
  • Wenn du willst, dass sich etwas ändert, musst du etwas ändern!
  • Mein Essen - was ist drin?
  • Emotionaler Hunger
  • Hunger und satt - wie esse ich wann und warum?
  • Ausnahmen - der Anfang vom Ende?
  • Mein geliebter Feind, die Waage!
  • Das Umfeld und ich - drüber reden oder einfach nur machen?
  • Wie viel Gewicht haben meine persönlichen Probleme?
  • Wenn ich wieder normal essen kann - von der Wichtigkeit einer dauerhaften Ernährungsumstellung
  • Egolution!
  • ...

Eine weitere Frage wäre:
Reiner Frauenkurs oder auch Männer dabei?
Ich will niemanden diskriminieren, aber sind Frauen bei diesem speziellen Thema vielleicht offener, wenn sie unter sich sind? Gerade, wenn es nicht nur um die letzten Luxuskilos geht?

Und da sind wir bei eigentlich schon bei der nächsten Frage... Wenn man die überhaupt so definieren kann... Wie viel Übergewicht sollte es sein? Wirklich viel? Gleichzeitig weiß ich aber doch genau, das die letzten Kilos zu viel die nervigsten, klebrigsten und anhänglichsten Kilos sind! Aber auch hier... wie entspannt öffnen sich Schwergewichte, wenn viele "relativ Normalgewichtige" dabei sind? Wenn ich nun aber die Gewichtslatte recht hoch setze, finde ich dann genug Interessierte?
Hm.

Aber diese Kopfknoten werden sich noch lösen, davon bin ich überzeugt. Ich platze fast vor Vorfreude, auch wenn im Prinzip noch nix sicher ist. 

Eigentlich ein Fall für das Universum, oder?
Guter Plan!
Dazu vielleicht ein paar Daumen von euch?
Das wäre schön!

Und FALLS aus meinem Konzept Realität wird und FALLS Jülich für euch in dem doch relativ überschaubaren Zeitraum von 10 Wochen (ohne Feiertage und Schulferienwochen) erreichbar ist und FALLS ihr ein ordentliches Päckchen mit euch schleppt... Ich würde mich sehr freuen, euch dabei zu haben. 









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