Donnerstag, 20. November 2014

Sportliche Zeiten...


Die letzten fünf Tage hatten es in sportlicher Hinsicht gründlich in sich. Wenn ich alles zusammenrechne, was von Samstag bis Mittwoch rund um den Sport kreiste, komme ich (mit An- und Abfahrt, Lehrgang, Kurse, Vertretung und Versammlung von einem Sportverein) auf unfassbare 30,5 Stunden!

Kursvorbereitung bzw. -planung übrigens noch nicht eingerechnet.

Krass, oder? Deshalb auch mal wieder "das Schweigen im Walde" bzw. Blog, bei den Mails, im Forum und zu diversen Nachrichten.

Tatsächlich war ich an einem Abend so müde, dass ich ganz kurz überlegt habe, ob es schlimm wäre, wenn ich einfach in Sportklamotten auf dem Sofa einschlafe... Hab ich aber nicht.

Normal arbeiten war ich auch noch.

Aber soll ich euch was sagen?
Macht SAUspaß.

Aber jetzt habe ich Freio.
Jedenfalls bis Montag.

Jetzt ist erst einmal mein Alltag, der Blog und Gemütlichkeit dran.




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Sonntag, 16. November 2014

Ich hab Körper!


Manche haben Rücken, ich habe heute sogar Körper!

Moah, ich spüre ihn heranschleichen, den Muskelkater. Das war aber auch heute ein Feuerwerk an neuen Inputs und Sport. Sehr, sehr schön.

Lustig fand ich, dass Trainerhorden, wenn man sie gegeneinander in größeren Gruppen antreten lässt, pfuschen, was das Zeug hält, um zu gewinnen. Unfassbar! Aber alle... Ich natürlich auch.

"Wie die Kinder", schrie eine.
"Ach wat, viel schlimmer!", konterte die nächste.
Was haben wir gelacht, das war so toll.

Es gab unter anderem eine Einheit wie bei Speedball (Übungen mit dem guten, alten Medizinball in neuem Gewand). Das ist anstrengender als es hier (klickediklick!) aussieht. Insgesamt haben wir gut fünf echte Stunden Sport gemacht, darum auch "Körper". Wobei es sich garantiert besonders um Arme und Schulter zentrieren wird... Ich merke das schon jetzt beim Tippen dieser wenigen Zeilen.

Hach, schön war`s. Gerne wieder.

Ich habe viele tolle, neue Ideen. Meine Kursteilnehmer mögen sich warm anziehen und anschnallen - Mutti wird ab kommender Woche einiges an ihnen austesten.

Und jetzt suche ich mal günstige Speedbälle zum Kauf. Brauche 30!
Was tut man nicht alles.

:)


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Samstag, 15. November 2014

Müsste es vielleicht eigentlich DIE Sport heißen?


Ist natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern gemeint, aber ein wenig Gedanken mache ich mir darüber schon. Mir ist nämlich etwas aufgefallen:

Ich stehe montags in BauchBeinePo: Ca. 10 Frauen, kein Mann. Ich stehe danach in Pilates: Ca. 12 Frauen, kein Mann. Ich stehe dienstags in Bodystyling: Durchschnittlich 25 Frauen und 1 Mann. Ich stehe mittwochs in Rückengymnastik: Mittlerweile durchschnittlich 20 Frauen und 5-6 Männer. Ich vertrete manchmal donnerstags vormittags Yoga light, auch manchmal die Silberlöckchen: Kein Mann. Jetzt könnte man sagen "Tsja, kann daran liegen, dass Männers eben nicht an diesem Kursgehüpfe interessiert sind - das ist nix für echte Kerle!".

Mal ganz abgesehen davon, dass man dafür von mir nur ein leises Gähnen und rollende Augen kassieren würde - ich sage: "Sehr viele Männer tun sich mit den Übungen schwer und es ist ihnen zu anstrengend!" Ich habe schon hie und da Männer erlebt, die erst solche Töne gespuckt und dann in meinem Kurs mit wehender Fahne untergegangen sind. Noch häufiger erlebe ich allerdings großes Tönespucken ohne den Versuch, an einem Kurs teilzunehmen.  :)

Ich habe jedoch sehr gute Trainingsbücher von Männern. Und die geben/nehmen ja nun auch Kurse. Aktuell zum Beispiel dieses (klickediklick) von Paolo Roberto, aus dem ich bereits manche Anregung für meine Stunden mitgenommen habe. Sudda-Prädikat: Empfehlenswert.





Okay dann wechseln wir vielleicht mal die Sportart. Männersportarten haben wohl eher Männertrainer, oder? Trainer muss man erst einmal werden (Lizenz) und dann bleiben (Verlängerung)...

Ich habe zwei Übungsleiterlizenzen gemacht: Deutlicher Frauenüberhang - wobei da doch relativ viele Männer waren, sagen wir mal 20%. Ich gehe an diesem Wochenende auf eine Fortbildung: 16 Trainerinnen, 1 Dozentin und 5 Trainer. Sportarten  bzw. Beweggründe der anwesenden Männer für Lizenz und Verlängerung soweit ich mich erinnern kann: Tischtennis, Fußball, Grundschullehrer, Volleyball, Leichtathletik, Karate, Badminton, Schach (ja, auch dafür braucht man eine Trainerlizenz! Gilt als Sportart)... Und - fand ich total super - Wassergymnastik für Seniorinnen. Jedenfalls... wenn es tatsächlich viel mehr Trainerinnen als Trainer geben sollte, machen dann nicht vielleicht auch mehr Frauen als Männer Sport?

Gehen wir über zur Leibsportart des Mannes - auch wenn ich nur semiFan bin - dem Wandern:
Geht man wandern, sieht man (auch wenn das viele nicht glauben mögen) auffällig viele Frauen. Einzeln, zu zweit oder in Großgruppen (die übrigens häufig sogar rein weiblich zusammengestellt sind). Mehr Frauen als Männer, das ist meine Beobachtung.
Ich fahre mit dem Auto irgendwo hin und sehe garantiert Frauen beim Sport. Sie laufen, sie walken, sie inlinern, sie fahren Rad. Wobei Rennrad fahren übrigens eher männlich ist. Ich walke oder laufe durch die Felder und sehe auch dort eher mehr Frauen als Männern beim Sport. Beim Schwimmen hingegen ist es relativ ausgewogen.
Im Fitti sind auf den ersten Blick mehr Männer. Aber sie sind wohl zu 99% eher an den Geräten zu finden, ansonsten maximal im Spinning und im Bauchmuskel-Kurs.

Klar kenne ich Männer, die regelmäßig Sport machen, aber der Rest?  Stecken die alle beim Fußball? Handball? Tischtennis? Ist es vielleicht doch so, dass mehr Frauen als Männer regelmäßig Sport treiben? WO TREIBT IHR EUCH RUM, KERLZ??? 

Oder bin ich zu parteiisch? Sehe ich selektiv? Sagt was. Gerne auch die Frauen. Wie ist eure Erfahrung? Wie isset mitte Kerlz? Was für Exemplare habt ihr um euch herum? Und was macht ihr im Vergleich dafür an Sport? Hmhmhm...

Sind darum mehr Männer als Frauen in Deutschland übergewichtig (klickediklick!)? :D



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Sonst so:

Morgen zweiter Fortbildungstag. Schwerpunkt Rücken. Mutti in ihrem Element, yay. Sauber!

Buxe ist nicht gerutscht. Habe "Gummitwistgummiband" in Lieblingsbuxe eingezogen und festgezwillt. Darüber hinaus sicherheitshalber Body darunter angezogen. Läuft!








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Freitag, 14. November 2014

Rutschebuxe...


Aaahhhh... Mistmistmist... menno... aaaaahhhh!

(Stellt euch vor, wie ich verzweifelt im Kreis rumrenne und nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll!)

MEINE SPORTHOSEN RUTSCHEN!
ALLE!
Oder jedenfalls die, die ich mag.

Wirklich unangenehm, wenn man mitten in der Aufwärmung plötzlich die Hopserei Hopserei sein lassen muss, weil einem die Buxe gen Süden saust. Mittlerweile wird es schon zu einem Standardkommentar nach einer Ausdauereinheit: "Trinkt gerne was, Mutti sortiert derweil ihre Hose."

Jaha, ich habe es nämlich geschafft, die U80 wiederzuerlangen (ich habe gerade gesehen, dass es schon wieder 1,5 Monate her ist, seit ich das letzte Mal über meinen aktuellen Status geschrieben habe... menschmensch, wo bleibt nur die Zeit?). Und darum rutschen die Buxen.


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Exkurs:

Ich habe meine Ernährung etwas modifiziert. Es gibt immer noch weder Zuckeriges, noch Getreidiges, noch Stärkiges, aber es gibt viel mehr Gemüse. Ich bin bei geschätzten 50-60 g Kohlenhydraten am Tag - ist aber noch im Rahmen von LCHF, auch wenn es locker das Doppelte von dem ist, was ich in der großen Abnehmphase zu mir genommen habe.

(Nein, LCHF ist nicht zwangsläufig unter 20-30 g Kohlenhydraten am Tag! Das ist falsch.)

Das liegt nicht an irgendwelchen wissenschaftlichen Überlegungen, sondern rein an der Tatsache, dass ich im Moment einfach gerne Gemüse und Salate esse, das Gefühl habe, dass ich es brauche und es mir gut tut. Davon reichlich.

Nicht falsch verstehen:
Mit striktem LCHF habe ich es supereinfach geschafft, das meiste Übergewicht abzubauen. Ich bin meinen Heißhunger losgeworden und brauche keine Zwischenmahlzeiten mehr. Daher war diese Phase FÜR MICH ganz wichtig. Aber diese Phase ist aus meiner Sicht erledigt.

Auf Dauer war es mir persönlich jedoch zu wenig Gemüse. Ich habe einfach keine Lust, mir Gedanken darüber zu machen, ob ich eine halbe Tomate essen kann oder eine ganze. Das gleiche gilt für Knoblauch, Zwiebel, Paprika, etc. pp. Das ist wohl der große Unterschied zu vorher.

Mir ist es parallel noch wichtiger geworden, gute Lebensmittel zu verwenden und ich habe einige Zeit darauf verwendet, sehr gute und vertrauenswürdige Bezugsquellen dafür zu finden. Und es macht unfassbar viel Spaß, sich daraus richtig gute Mahlzeiten zu kochen. Ich genieße mein Essen noch mehr als zuvor, das ist mir wichtig. Essen, dass ich genieße, macht mich satt, zufrieden und glücklich. Darüber hinaus baut es anscheinend mein restliches Übergewicht ab. ;)

Es würde jetzt zu lange dauern, das Thema vollständig zu besprechen, und ich muss dringend zur Arbeit - aber das kommt noch.


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Zurück zu den Buxen...

Was ich wohl nicht so ganz nachvollziehen kann:
Warum rutschen die jetzt? Ich war auch schon leichter als 79,2 kg. Ist doch merkwürdig, oder? Ob die ausgeleiert sind und ihre besten Tage hinter sich haben? Das hat man nun davon, wenn man die Bändchen aus den Hosentaillen rauszieht, weil sie einen ständig nerven.

Ja, ich weiß, dass ich mir einfach neue kaufen kann. Das werde ich auch tun. ABER... ich habe am Wochenende zwei Tage Vollzeit Sportfortbildung. Und wie seriös wirkt es, wenn man vor den Kollegen auf einmal mit heruntergelassenen Hosen dasteht?

Aaawwwww... man. 

Soll ich das Risiko eingehen oder die blöde Yogahose oder die fiesfarben lila Sporthose anziehen? In beiden fühle ich mich nur semiwohl und sehe - gelinde gesagt - shice aus.






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Mittwoch, 5. November 2014

Der Mann und der Elch


Vorgeplänkel:

Ja, ich lerne immer noch. Vielen Dank für die vielen Ratschläge, das hat mir sehr weitergeholfen und ich teste mich gerade durch. Was die "Vokabeln" betrifft, die ich irgendwie noch in den Kopf kriegen muss, habe ich mir ein kostenloses "Karteikastensystem" runtergeladen, zu dem es auch eine App fürs Handy gibt und so kann ich auch zwischendurch und unterwegs eine Einheit einschieben.

Recht habt ihr jedenfalls SEHR damit, dass ich dafür Ruhe brauche. Aber durch die Gegend laufen klappt nicht. Dann renne ich Möblemang um. Oder kann mich nicht konzentrieren, weil ich befürchte, Möblemang umzulaufen. Aus einer Handvoll wichtiger, zusammenhängender Begriffe habe ich mir ein Gedicht gebastelt, aber zu manchen Wörtern fällt mir echt nix ein.

Naja, vielleicht muss ich mich auch einfach daran gewöhnen, ist ja ein paar Tage her, seit Mutti lernen musste...


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Jetzt möchte ich jedoch mit euch nach Lappland zurückkehren, damit bin ich ja noch gar nicht fertig. Menschmensch. Der Mann nörgelt schon eine Weile herum, weil er auf seine Geschichte mit dem Elch wartet. Kann man dem Mann einen Wunsch abschlagen? Also länger als zwei Wochen? Wenn er traurig mit DEN Augen schaut? Nein, selbst ich nicht.

Nun denn. Ich springe jetzt, nur wegen der Elchgeschichte, in der Zeit gründlich vorwärts (und in späteren Posts wieder zurück), denn tatsächlich fand die Begebenheit am vorletzten Tag unseres Urlaubs statt. Nur für den Mann!

Mann, das gibt aber Bonus, oder? Merk dir das...

Vor dem Urlaub hatten wir uns eine kleine Wunschliste über das erstellt, was wir gerne im Urlaub sehen würden.

Der Mann:
Bär, Rentier, Elch, Luchs und Wolf vielleicht (jedenfalls reichlich Getier), Berg, Wasser, Jokkmokk, Kvikkjokk, Polarlichter, Naturnaturnatur 

Ich:
Polarlichter 

Ihr seht, ich bin ziemlich bescheiden - Getier ist mir nicht soooo geheuer, ich hab ja schon Schiss vor Wildschweinen.

Man sollte vielleicht dazu sagen, dass der Mann die Reinkarnation eines Trappers und Tierdokumeisters sein dürfte. Wenn man ihm "die Macht" (Fernbedienung) lässt, gibt es in unserem TV nur Berge, Bergsteiger, Freeclimber, Tiere, Natur. Und vor allem viel Kieling (klickediklick)! Höchst überzeugt davon, dass er sich in der lappländischen Natur quasi von einem Tier zum nächsten hangeln würde, war er auch bestens kameratechnisch vorbereitet.


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Erneuter Exkurs in unser Privatleben:

Wisst ihr, es gibt Themen, da gerate ich recht schnell in den "Hmhm"-Modus. Eins davon ist glasklar "Kamera und Objektive". *rolleyes* Wenn der Mann sich nämlich für etwas interessiert, gibt es in der Phase kein anderes Thema mehr. Es werden Internetseiten und Fachliteratur gewälzt und anschließend alles mir vorgetragen.

Mann:
Blablabla... Spiegelreflex neee... blabla... Systemkamera.. blablabla... zukunftsorientiert...

Ich:
Hmhm

(Wichtig: Das "Hmhm" muss tunlichst interessiert rüberkommen. Sonst schlecht! Kommt gleich.)

Mann:
Objektiv... blablabla.. Festbrennweite... blabla.. Filter... blabla...

Ich:
Hmhm

Mann:
Blablablaaa... Olympus... blabla... Modell A guck mal... blabla.. Modell B guck mal auch... blabla

Ich:
Hmhm

Mann;
EY! Ich hab gesagt, du sollst mal gucken, welche Kamera besser ist.

Ich:
Ach so. Äh. Ich hab doch keine Ahnung von Kameras.

Mann:
Aber das habe ich dir doch alles erklärt. Du hörst mir nie zu... blablabla... Also noch mal... (siehe oben)

Ich:
Hmhm.

Mann:
Nix hmhm. Jetzt sag wenigstens, welche Kamera du "schöner" findest.

Ich:
(fange leicht an zu schwitzen, weil es an der Stelle deutlich einfacher wäre, SEINER Meinung zu sein, denn sonst...)
Modell A!

Mann:
Sicher?

Ich:
Ja.

Mann:
Aber warum? Guck mal.. blabla... Griffleiste.. blabla... Sucher.. blabla... Chip... blabla

Jaaaa... so geht das!
Dennoch war es irgendwann gebongt und der Mann flog bestens fototechnisch equipped nach Schweden. Puh! Glück gehabt.


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Jedenfalls stellte der Mann in den ersten Tagen in Lappland recht schnell fest, dass es mit den Tieren nicht allzu weit her war. Die waren einfach nicht da. Köööönnnntteeee daran liegen, dass wir gerade in der Jagdsaison da waren und die Viechers einfach keine Lust mehr auf Menschen hatten bzw. tot waren. Immerhin waren bereits mehr als 60 Bären, weiß der Geier wie viele Luchse und unzählige Elche erschossen worden. Wenn ich dort Tier wäre, hätte ich ebenfalls gründlich das Weite gesucht!

Der Mann und sein Kameraequipment waren eindeutig geknickt. Ich versuchte ihn damit zu trösten, dass wir zwischenzeitlich doch immerhin einen Fuchs, ein Eichhörnchen, bunte Vögel, einen weißen Hasen (was für ein Riesenremmel!) und Schneehühner gesehen hatten. Aber nein, das tröstete nur geringfügigst.

Am vorletzten Tag fuhren wir nach Kvikkjokk. Da wollte der Mann gerne hin, da hinter Kvikkjokk der Sarek-Nationalpark beginnt und man dort auf dem Kungsleden noch unendlich in die Pampa wandern könnte. Das war zwar nicht für diesen Urlaub geplant, aber man könnte doch zumindest theoretisch gucken gehen. Also hüa!

Fjälli Pirelli (klickdiklick) setzte Mann und Kameraequipment auf den Beifahrersitz und startete geschmeidig den Motor. Fjjjuuupppp, los ging es. Um dorthin zu kommen, muss man zunächst die 70 km vom Haus nach Jokkmokk fahren und von dort aus weitere 120 km nach Kvikkjokk. Nah ist irgendwie anders. Gas in den Boden gedrückt und ab dafür.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir in Kvikkjokk an. Traumhafte Landschaft, meine Lieben, traumhafte Landschaft!









Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber ich liebe "Fels und Wasser". Das sieht stark und mächtig aus. Streckenweise schoss das Wasser laut und irrsinnig schnell durch die Felsen. Wahnsinn.





Kvikkjokk an sich ist ein netter, kleiner Ort. Da wohnen nur "zwei Handvoll Menschen" ca.. Spontan dachte ich sogar, dass das der perfekte Ort zum Leben sei. So friedlich und ruhig. Mit diesen gewaltigen Wässerchen rundum. Aber ich wurde von meiner Tante, der "Trapperin", eines Besseren belehrt.

Es folgt daher eine exklusive Warnung für Marie-Johanna, die nächstes Jahr in der Gegend Urlaub machen möchte: Im Sommer soll es dort grauenvoll sowohl vor Touristen als auch vor Mücken wimmeln. Sag nicht, dass ich dir das nicht gesagt hätte. ;o)




Besonders hübsch fand ich die Holzkirche:




Vorbei an der Fjällstation, kamen wir an DAS Schild. DAS Schild, den Hinweis auf den Kungsleden (klickedicklick!). Der fängt zwar deutlich tiefer in Schweden an, aber ihn interessiert der Teil oberhalb von Kvikkjokk. Der Mann war ganz aus dem Häuschen, ich durfte das heilige Kameraequipment berühren und ihn fotografieren. Weil ich das Foto sehr schnucki finde und man darauf ganz dolle sieht, wie glücklich er in dem Moment war, habe ich ihn überredet, dass ich das Foto hier für euch einstellen kann.

Darf ich euch vorstellen?
Das ist der Mann!
Natürlich nicht rasiert - war ja Urlaub. 




♥♥♥
Mein grauer Wolf. (wobei ich daran übrigens auch Schuld sein soll... hihi)
♥♥♥

Der Tag war alles in allem recht kalt und der Mann auf der (zu dieser Jahreszeit geschlossenen) Fjällstation sagte uns, dass Schnee in der Luft läge und sie jeden Moment mit Schneefall rechnen würden. Daher machten wir uns lieber zügig auf den Rückweg.

Und Fjälli Pirelli fuhr und fuhr und fuhr - wie auf Schienen quasi. Die Wälder, Steinchen und das Wasser flitzten an uns vorbei, der Mann meditierte aus dem Beifahrerfenster heraus.

Bis plötzlich..

HALT AN!

Halt SOFORT an!!

Du sollst ANHALTEN!!

Da ist ein Eeeeeelllllccccchhhhhh

Bist du blöd? Du sollst brem-sen! Aaaahhhhhh...


Ich hab mich so erschrocken, bremste den Möglichkeiten entsprechend, der Wagen stand endlich und ich versuchte meinen Puls runterzuregeln. Der Mann zeterte wie ein tollwütiges Eichhörnchen auf dem Beifahrersitz herum.

FAHR ZURÜCK!

Den RÜCKWÄRTSgang. 

MACH! Fahrfahrfahr. Rückrückrück.

SCHNELLER!

Ich wurde sauer.

Das geht nicht schneller rückwärts. Aaaaahhhh.. Halt doch endlich den Mund, Mann. Du machst mich bekloppt.

Ich fuhr rückwärts. Langsam.

HALT AN! 
ANHALTEN!
DA ist er.

Und tatsächlich:
Am Straßenrand stand eine Elchdame (weil kein Gehörnsgedöns). Wunderschön und vom Fell her viel dunkler als ich mir das vorgestellt habe. Eher schwarzbraun.

Die Elchin betrachtete uns, wie wir so rückwärts auf sie zufuhren, eine Weile neugierig, überlegte es sich dann anders, drehte um und begann langsam in den Wald zurückzustelzen. Noch ehe ich den Wagen endgültig zum Stehen gebracht hatte, flog die Beifahrertür auf und der Mann sprang aus dem Auto, die Kamera im Anschlag.

Er fotografierte seinen allerersten Elch:





Lasst euch nicht täuschen, irgendwo auf dem Foto ist der Elch. Bestimmt. Der ist nur getarnt.

:)





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Sonntag, 2. November 2014

Auswendig lernen


Ich muss unglaublich viel auswendig lernen. Worte, Begriffe, Fakten, alles mögliche. Leider bin ich darin fürchterlich schlecht. Brauche ja bereits eine Ewigkeit, um mir die Namen meiner Kursteilnehmer zu merken, stattdessen kann ich eine Menge anderes zu den einzelnen sagen.

Das setzt mir sehr zu. Immer, wenn ich viel gelernt habe und denke: "Jepp, super. DAS hast du drauf!", wache ich am folgenden Tag auf und kann nur noch einen Bruchteil dessen, was ich mir mühevoll eingebläut habe.

Das war übrigens schon in der Schulzeit mein Problem. Außer bei Sachen, die mir so logisch oder interessant erschienen, dass sie einfach von Zauberhand in mein Gehirn überflossen. Liedtexte (sobald eine Melodie vorhanden ist) sind dafür ein Beispiel. Oder Englisch generell. Oder wenn es um Psychologie oder Pädagogik ging. Auch alles rund um die Theorie von LCHF bleibt irgendwie in meinem Gehirn. Es muss mich halt richtig interessieren.

Alles andere?
Fehlanzeige.

Argh.

Hat jemand einen entscheidenden Tipp?
DEN Supertrick?

Hilfe, mein Gehirn macht bald die Grätsche und schaltet dauerhaft auf "ERROR".
Dabei muss da noch SO viel rein.
Mistmistmist.




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