Donnerstag, 22. Juni 2017

Gesundheit: Schwummerig

Und? Geht es euch gut mit den Temperaturen?

Mal abgesehen davon, dass ich manchmal Wasser einlager, wie ein Kamel vor einem mehrwöchigen Ritt durch die Wüste, geht es. Am Anstrengendsten ist fast der Mann, der sich wegen der Temperaturen nicht mehr einkriegt. Alles über 25 Grad ist für ihn schiere Folter, so scheint es, und das teilt er fast minütlich mit, ob nun in Worten oder in erbarmungswürdigem Gejammer. Aber ich denke, er wird überleben. Ab Morgen sollen die Temperaturen (zumindest im Rheinland) etwas nachlassen.

Ich hab mich einfach ein wenig angepasst, was meine Arbeit angeht. Sitze schon um 6 Uhr bei noch angenehmen Temperaturen mit dem Rechner draußen und schreibe, ziehe mich zurück (sofern ich keine Termine habe), sobald es sehr heiß ist und bleibe dann schlicht locker.

Gut, manche Sportstätten tendieren dazu, sich gründlich aufzuheizen, aber erstens sind wir da ja max. 1-1,5 Stunden drin, außerdem ist es auch kein Problem 2-3 Gänge runterzuschalten. Oder man macht es wie manche Teilnehmer und geht lieber ins Freibad oder in einen Biergarten, wofür ich vollstes Verständnis habe.

Ich hab aber auch von einzelnen gehört, die bei 30-40 Grad Raumtemperatur arbeiten müssen - stundenlang. Die tun mir richtig, richtig leid. Da würde ich vermutlich bekloppt werden. Und warum es immer noch heißt, dass es nicht akzeptabel ist (ein sogenanntes "no go"), wenn Männer im Büro bei diesen Temperaturen keine langen Hosen mehr tragen möchten, während es gar kein Problem ist, wenn Frauen Bermudas oder Röcke tragen, versteh ich absolut nicht.

Nun ja, jedenfalls komm ich gut klar. Wobei... bei der letzten Hitzewelle lief es noch ein wenig unrund...

Zack und weg


Als es letztes Mal mehrere Tage so heiß war, hatte ich furchtbar mit dem Kreislauf zu kämpfen. Mir wurde richtig schwummerig im Kopf.

Hochkommen von der Sportmatte - BÄM!

Hastiges Aussteigen aus dem Auto - BÄM!

Aufstehen nach längerem Sitzen im Sessel - BÄM!

Mehr als einmal wurde mir plötzlich so schwindelig, dass ich mich sicherheitshalber sofort auf den Boden gesetzt hab. Denn was auf dem Boden ist, kann nicht mehr zu Boden fallen.

Als Hypochonder der ersten Güte habe ich natürlich direkt Schlimmeres dahinter vermutet: Meinen Blutdruck. Ich vermutete ihn wahlweise zu hoch oder zu tief.

Exkurs:
Bevor ich abgenommen habe, hatte ich massiven Bluthochdruck. Dafür bekam ich Medikamente, dadurch ließ er sich in Schach halten. Mit der Abnahme verschwand der hohe Blutdruck und schon nach weniger als einem Jahr (müsste ich jetzt genauer nachlesen), konnte ich in Zusammenarbeit mit meinem Arzt die Medikamente ausschleichen. Seitdem hab ich nie wieder Blutdruckmedikamente gebraucht und mein Blutdruck erfreute sich schönster Werte. 
Strittig zwischen mir und meinem Arzt war aber die URSACHE meines Bluthochdrucks. ICH war der festen Überzeugung, er sei gewichen, weil ich abgenommen habe. ER meinte hingegen, das sei familiär und hätte sich gesenkt, weil ich viel gelaufen wäre - und würde ich damit aufhören, würde er wieder steigen.
Nun weiß der/die geneigte Leser/in, dass ich es mit dem Laufen nicht mehr wirklich so unglaublich hab. Ich KANN es, aber ich MAG es nicht. Was tut man? Genau, man macht lieber Mattensport. Wobei ich zu meiner Ehrenrettung wiederholen möchte, dass ich mich so langsam wieder an das Laufen heranwanze.
Hab ich eigentlich schon damit angegeben, dass ich nochmal laufen war? Nicht? Und dass ich es auch wieder tun werde? Nicht? Doch, jetzt schon.

Jedenfalls fielen mir angesichts meines Schwindels diese Worte des Arztes wieder ein. Sollte der Blutdruck sich tatsächlich erneut hochschrauben, weil ich zu wenig laufe? Scheiße!

Was tut man? Genau. Man schnappt sich sein Blutdruckgerät und checkt die Lage.

124 zu 79. Alles gut!

Sicherheitshalber hab ich natürlich mehrfach gemessen und an mehreren Tagen. Immer wieder: Alles gut!

Aber warum - MALEFITZ - war mir dann so schwindelig?

Also hab ich den Wissenspool "Kursteilnehmer" genutzt und das dort anwesende medizinische Fachpersonal befragt. Nicht, dass ich da was wirklich Furchtbares im Körper habe! Entsprechend dramatisch natürlich meine Schilderung...

"Zeig mal Zunge" 

"Bäh!"

"Zeig mal Haut am Arm"

"Da!"

"Du trinkst viel zu wenig."


WOT? Dieser unfassbar schreckliche Zustand sollte lediglich an so einer Petitesse hängen? Schnöde Flüssigkeit?

KANN NICHT.

"Aber ich hab heute bestimmt schon 1,5 Liter inklusive Kaffee getrunken!"

Das medizinische Fachpersonal zog die Augenbraue hoch und fragte "Und wie viel hast du dich heute schon bewegt bei 30 Grad im Schatten?"

Ich fand schlagartig, dass es Zeit war, den Sportkurs dringend zu starten, denn ich fühlte mich ordentlich ertappt.

Ich nahm den Hinweis sehr ernst. Seitdem trinke ich locker das Doppelte und das, obwohl ich von Natur aus eine echt schlechte Flüssigkeitsaufnehmerin bin. Im Haus hab ich mehrere Gläser positioniert, damit ich immer wieder einen Schluck nehme. Unterwegs hab ich stets was dabei.

Und was soll ich sagen?

WEG!
Mir ist nicht mehr schwindelig!


Also, ihr Lieben, darauf trinken wir jetzt ein Schlückchen Wasser. 
Immer wieder mal. 
Denkt dran!


Norr auch


Norr ist es übrigens auch zu heiß. Aber sie hat mit der Trinkerei kein Problem (sie hat die längste Zunge, die ich je an einem Hund gesehen hab, glaub ich), zieht sich tagsüber auf schattige Plätzchen zurück und dreht erst abends oder am frühen Morgen auf.

Hier ein schön beklopptes Foto von ihr. Der Mann war mit ihr unterwegs und wollte eigentlich wunderschöne Felder fotografieren. Das dauerte Norr wohl zu lange, da hat sie sich mal schnell vor die Linse geworfen..

Habt es schön!

Trinken nicht vergessen!


Wunderschöne Felder fotografieren... / Foto: Harald Brettfeld



... findet Norr total langweilig und überbewertet! / Foto: Harald Brettfeld





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Sonntag, 18. Juni 2017

Wochenend und Sonnenschein...

Der Mann ist mal wieder über das Wochenende mit seinem Kumpel wandern. Es sei ihm gegönnt, dem guten. Schließlich ist sein Alltag auch nicht immer so einfach. Und nein, sein größtes Problem bin ganz sicher nicht ich.

Jedenfalls gibt mir das vier freie Tage. Tage, an denen ich meinen Alltag total frei gestalten kann, an denen ich theoretisch überhaupt nicht kochen brauche, es sei denn, ich habe Lust drauf. Ich kann rumschlunzen, so viel mein Herz begehrt. Also quasi URLAUB!

Darauf habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut und für 2 Übernachtungen unsere LCHF-Foren-Moderatorin Kathi mit ihrer entzückenden Tochter hier gehabt. Gut, DA musste ich mich ja dann doch etwas zusammenreißen, aber DANN!

Exkurs: 
Habe gemerkt, dass es dann doch etwas sehr lange her ist, dass ich mit Dreijährigen zu tun hatte. Ej, die wollen echt Beschäftigung und Action.
Das Mädeli ist zuckersüß, superlieb, richtig gut drauf und verdammt fix. Laufrad, malen, Zoo, Spielplatz, Kitzelrunden und und und. Beim Aufbauen der Briobahn hab ich mir dann überlegt, dass es völlig okay ist, wenn ich nicht so schnell Oma werde.
Ich ziehe den Hut vor allen Eltern mit Kleinkindern da draußen. 

Und jetzt ist DANN und was ist mit Rumlümmeln?
Nix.

Wischiwaschi


Ich beschäftige mich nach Leibeskräften. Erst einmal ein bisschen Ordnung schaffen, sonst kann ich gar nicht adäquat rumlümmeln, das nervt mich nämlich.

Nein, ich bin kein steril lebender Mensch, aber ich mag es nicht, wenn Zeuchs sinnlos rumliegt. Und der offensichtliche Staub auf der Kommode, den ich JEDES MAL sofort sehe, wenn ich ins Wohnzimmer gehe, kann auch schnell weg. Sehr viel war da aber generell nicht zu tun, schließlich hab ich ja geputzt, bevor der Besuch kam...

Dann hab ich echt viel gewaschen!

Exkurs:
Ihr erinnert euch an mein Kleiderschrankprojekt. Das ruht ja vor sich hin, weil der letzte Pax noch auseinandergebaut werden muss. Und irgendwie hatten wir in der letzten Woche zu wenig Zeit.
Der Mann ist da übrigens freigesprochen. Er hatte sogar angeboten den letzten Schrank "mal schnell" abzubauen und rüberzuschleppen. Nja, ist klar. Mal schnell...

Jedenfalls hab ich den letzten Schrank immerhin freigeräumt und wasche jetzt alles, was meiner Meinung nach echt mal ein Fresh-up brauchen könnte.

Kritzikratzi


Weil es ja immer ein wenig dauert mit den Waschmaschinen, hab ich den Bürgersteig gekratzt. Das war dringend nötig, da ich es nach Leibeskräften vermeide.

HALLO GEMEINDE, 
wer von euch ist eigentlich auf die sagenhaft bescheuerte Idee gekommen, beim Neudesignen der Bürgersteige minikleine Pflastersteine zu nehmen? Waren die gerade preiswert auf der Resterampe, oder was?
Ich kann euch gar nicht sagen, was ich mit euch alles machen könnte, während ich da so in der sengenden Hitze auf Knien vor mich hinkratze. Es ist jedenfalls NICHTS Angenehmes, das sag ich euch aber!
Mit genervten Grüßen
Eigentümerin eines Eckgründstücks

Da musste auch die Tochter mit ran, die noch besser fluchen kann als ich. Nach drei vollen Eimern Dreck und einigen Blasen an den Fingern, konnte ich an diese Aufgabe einen Haken machen. So long, Bürgersteig, bis in einigen Monaten wieder.

Und nein, ich will da nix spritzen.

Pickpock


Guckt mal auf den Jahrestacho - es ist schon Mitte Juni. Darum hab ich dann ein Ründchen Beeren gepflückt. Felsenbirne und rote Johannisbeeren waren soweit. Gepflückt, entstielt, eingedost und eingefroren.

Ich mach mir nix aus Beeren (oder Obst generell), aber der Mann isst sie für sein Leben gern frisch (aufgetaut) im Quark. Und was tut man nicht alles für den Liebsten. Klassische Marmelade mach ich nicht, das ist nix bei LCHF. Und mit Zuckerersatzstoffen möchte ich auch nicht arbeiten - wenn ich Abführmittel bräuchte, würde ich die Apotheke aufsuchen...

Die Suddaschen Johannisbeeren der Saison


Beim Pflücken hab ich rumgegrübelt...

Beere vom Strauch *pick* Mensch, wie lange sowas dauert! Beere in den Behälter *pock* Früher musste man echt hart arbeiten, um was Süßes zu kriegen. Beere vom Strauch *pick* Also früher, als es noch nicht die ganzen Supermärkte gab, mein ich. Beere in den Behälter *pock* Da waren Beeren bestimmt etwas ganz Besonderes. Beere vom Strauch *pick* Und sicherlich auch manchmal überlebenswichtig! Fettreserven, um durch den Winter zu kommen, und so. Beere in den Behälter *pock* Da bekommt die Redensart "Von der Hand in den Mund" dann eine klarere Bedeutung... Beere vom Strauch *pick* So ein Nervjob! Und das ist erst der erste Strauch! Beere in den Behälter *pock* Himmel, ich flipp aus.

Am Anfang der Pflückerei hatte ich noch in einem Anflug von Überschwang erwogen, Blätter und erste Kräuter für Tees und als Gewürz zum Trocknen zu pflücken. Als ich fertig geplückt hatte, ging schon die Sonne unter und ich zog mich lieber mit einem Glas Wein zum Telefonieren mit Nicole aus Schweden zurück. Irgendwann reicht es auch.

Hund Norr hat mir übrigens toll geholfen. Sie liebt nämlich einfach alles im Garten! Wenn man nicht aufpasst, reißt sie sich schlankerhand direkt ganze Äste vom Strauch, um dann in Ruhe im Liegen die Beeren abzufiletieren!

Apropos Norr... da mach ich auch mal ein Update. Aus dem Welpen ist ein richtig feines Hundmädchen geworden, mit ca. 57 cm Rückenhöhe. Lieb wie sonstwas und sowieso die weltschönste... 

Krickelkrackel


Kaum hatte ich heute Morgen um 7 Uhr die Augen auf, rutschten schon die ersten Mails und Whatsapps von Anne ein. Wir sitzen ja in den letzten Zügen zu dem bereits dritten Teil unserer Kochbuchserie LCHF pur. Dieses Mal geht es um die Monate Juli und August.

Hier sind die ersten beiden bei Amazon, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat. Die gibt es aber auch bei anderen Anbietern und mit ISBN können die auch in Buchläden der Wahl bestellt werden:

LCHF pur - März & April

LCHF pur - Mai & Juni

Ich war ja ziemlich zuversichtlich, dass ich mit meinem Teil fertig sei, aber Anne findet ÜMMA was, was noch kontrolliert und verbessert werden muss. Und ich entscheide natürlich auch bei der Auswahl der Fotos mit. Die macht Anne alle selbst und ich finde die absolut hervorragend. Generell ist Annes sehr sortiert und gründlich, ohne sie würde ich das gar nicht schaffen. <3

*Schrubbschrubbschrubb* sausten also die Mails rein.

Ha, kann ich auch. Korrigiert, entschieden, gecheckt, "Tortillas" (nein, kein Mehl!) für die Fajitas probegebacken und *schrubbschrubbschrubb* viele Mails zurückgeschickt. Dann war Ruhe. Hm.

Und jetzt?

Gut, plapper ich eben ein Ründchen den Blog voll, wie ihr gerade seht, und überlege mir anschließend, was ich ansonsten für Schindluder treiben kann. Der Tag ist ja noch jung und den Mann krieg ich erst gegen 16 Uhr wieder.

Ich wünsch euch ein tolles Wochenende!


Und Jacqueline... 

VIEL Spaß und Erfolg beim Postlauf in Köln heute. Du packst das spielend. Ich werde ganz feste an dich denken.

Im Schatten. 
Mit einem kalten Getränk.















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Montag, 12. Juni 2017

Projekt Kleiderschrank, Teil 1

Wie schon zuvor erzählt, möchte ich in meinem persönlichen Kleidungschaos für Ordnung und Schliff sorgen. Dazu muss natürlich erst einmal eine gute Grundlage geschaffen werden, nämlich das möglichst optimale Zuhause für die Stöffchen.

Das Zimmer der Tochter steht seit ihrem Umzug leer. Natürlich könnten wir es ihr theoretisch lassen, aber wir haben zusätzlich ein wirklich niedliches Gästezimmer und dann bin ich doch einfach mal total egoistisch und beschlagnahme vor mich hin.

Bislang hatte meine Kleidung ihr Zuhause im Arbeitszimmer. Immerhin 2 m Pax-Kleiderschrank (IKEA) und eine große Kommode mit 12 Schubladen. Im Zimmer der Tochter fand sich ein weiterer, nunmehr verwaister Meter Pax mit den gleichen Türen, passt also optisch gut zusammen.

Ist also alles TOTAL simpel: Kommode und Schränke müssen schlicht von Raum 1 zu Raum 2 gebracht werden. Kommode zog schon vor einigen Wochen um, aber diese Kawenzmänner von Schränken, also da braucht man schon Lust für einen Umzug. Dass man aber auch ordentlich NERVEN dafür braucht, hatte ich nicht so auf dem Schirm..

Schritt 1: Grundlagen schaffen


Als erstes hab ich das alte Zimmer der Tochter richtig auf links gedreht und von vorne bis hinten geputzt und - bis auf ihren Schrankteil und der Kommode - frei geräumt.

Problemchen: Das Zimmer hat Südlage, 2 bodentiefe und überbreite Fenster und es war * tschuldigung* scheißheiß gestern. Obwohl ich die Rolläden schön runtergelassen habe, transpirierte ich ein wenig vor mich hin. Der Mann schaute zwischendurch nach dem Rechten, verließ mich aber ob des Klimas ziemlich schnell wieder zu Gunsten der horizontalen Lage auf der nordseits gelegenen Couch im Untergeschoss.

Schritt 2: Schränke frei


Möchte man zwei große Kleiderschränke von einem Raum in den nächsten transportieren, muss man die leer räumen! Immerhin messen die Viecher 2,36 x 1 m pro Stück, also passen die nicht aufrecht durch die Tür.

Angesichts der Menge des Inhaltes beschloss ich, schön einen nach dem anderen auszuräumen und mit dem Mann umzusetzen. Gesagt getan.

Der erste Schrank war der mit den Blusen, Hemden, Jacken und... Handtaschen. Alter Falter, wie kann man so viele Taschen haben? Aber irgendwie schon klar, denn Taschen waren früher mein Ersatz dafür, dass mir eben nicht die Kleidung so passte, wie ich das gerne gewollt hätte. Taschen, Schuhe, Schals und Tücher gehen hingegen immer...

Ich hab einerseits echte Schätzchen wiedergefunden, deren Existenz ich bereits verdrängt hatte, andererseits hab ich mich aber auch ein ganz kleines Bisschen geschämt und beschlossen, dass ich die jetzt immer schön abwechselnd benutzen und mir die nächsten hundert Jahre keine neue mehr kaufen werde. Vielleicht...

Schritt 3: Trial and Error...


Der Mann und ich haben dann versucht, diesen ersten Meter Schrank vom einen in den anderen Raum zu wuchten.

Da ich aus Erfahrung mit ähnlichen Projekten weiß, dass das bei uns zu einer extrem verkürzten Zündschnur der Laune führen kann, habe ich uns beide vorher schön eingeschworen: "Wir machen das entspannt und in aller Ruhe. Kein Stress und kein Streit. Blablabla.." 

Exkurs: Ich finde es ja ein bisschen witzig, dass IKEA diese Schränke PAX, also FRIEDEN, genannt hat. Ob die schon ahnten, dass der in Gefahr ist, wenn man sich auf Umzüge damit einlässt? Soll das die Nerven beruhigen?

Das Einschwören hat auch tatsächlich sehr gut funktioniert. Was hingegen NICHT funktioniert hat, war den Schrank in den anderen Raum zu bringen, da der Flur relativ schmal ist und wir harsch um die Ecke mussten. Also stand nach nur 30 Min. Schrank kippen, auf Rollbrett packen, durch die Gegend manövrieren bei schwüler Hitze was fest?

GENAU!

Schritt 4: Das Drecksding muss auseinandergebaut werden!


An der Stelle erwies es sich als ausgesprochener Vorteil, dass ICH bei uns ALLE IKEA-Möbel aufgebaut habe. Ich hab in solchen Belangen nämlich deutlich mehr Geduld. Hätte der Mann das tun müssen, hätte er vermutlich das Projekt abgebrochen und wieder die Horizontale auf dem Sofa auf der Nordseite aufgesucht!

So klopfte ich vorsichtig die Rückseite raus, löste diese Schnellbauschrauben und rappizappi war das Ding filetiert, ließ sich komfortabel umsetzen und wieder aufbauen. Gut, ich habe mir natürlich eine ordentlich blutende Schramme am Schienenbein zugezogen. War ja klar.

Bei der Gelegenheit haben wir auch die herkömmlichen Scharniere gegen stoßgedämpfte ausgetauscht. Das ist nicht nur toll gegen knallende Türen, sondern verhindert auch das Türgeklapper, wenn man über den Fußboden geht. Wir haben da oben nämlich alte Holzdielen und die bewegen sich und ihre Umgebung eben gerne.

Schritt 5: Nase voll!


Den zweiten Meter auseinanderzubauen - darauf hatte ich dann gestern keine Lust mehr! Das verschieben wir auf... Dings.. weiß man nicht so genau. Vielleicht wenn es nicht mehr so warm ist.

Denn das ist nicht nur Fummelskram beim Ab- und Aufbau, sondern das ist gleichzeitig der Schrank mit den Hosen, Pullovern, Röcken, T-Shirts, Hoodies... ihr wisst schon.


Schritt 6: Tagwerk muss beendet werden!


Auch wenn mir wenig danach war, hab ich den umgesetzten Schrank ausgewaschen und eingeräumt. Dabei hab ich dann doch minimal ausgemistet. Am Besten räum ich das auch sofort aus der Sichtweite, denn ich kenne mich! Wenn die Sachen lange genug dort liegen bleiben, tun sie mir leid und sie bekommen doch wieder Asyl im Schrank für mindestens ein Jahr oder zwei. Natürlich trage ich sie dann doch nicht. Ach ja.

Jedenfalls wird das Zimmer toll, wenn es irgendwann mal fertig ist. Betonung liegt auf "Irgendwann"! Denn meine Vorstellung, dass ich das "mal schnell am Sonntag" schaffen würde, war ja wohl ein Schuss in den Ofen.

Aber was hat meine Urgroßmutter schon immer gesagt?

Keiner sieht wie lange es gedauert hat, aber jeder sieht am Ende das Ergebnis!

Kluge Frau.

Ich übe mich also in Gelassenheit - auch eine schöne Tugend.


Alles braucht seine Zeit! / Foto: Harald Brettfeld





Übrigens: Die Handtaschen sind nur teilweise wieder in den Schrank eingezogen, der Rest hat jetzt ein eigenes Regal. Hm.





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Samstag, 10. Juni 2017

Menschliches: Von Kleidung und SelbstÜBERschätzung

Gestern traf ich mich mit der Tochter in Köln. Es war ihr Geburtstag und zu ebendiesem hatte sie sich gewünscht, dass sie mit mir gemeinsam ihr Geburtstagsbudget auf den Kopf hauen dürfte. Da bin ich doch sofort dabei!

Und so hatten wir einen tollen, gemeinsamen Tag und haben schöne Sachen für sie gefunden. Lecker Essen waren wir auch noch. Was will man mehr. So Mutter-Tochter-Events sind was ganz besonderes.

Exkurs: Ich bin übrigens eine ausgesprochen begehrte Shoppingbegleiterin. Da hab ich Geduld und Spürsinn und Nerven wie kaum eine zweite. Solltet ihr also mal auf der Jagd nach DEM Outfit sein, ruft mich an, schreibt mir - vielleicht komme ich mit. Das macht mir total Spaß. 

Ganz anders verhält es sich übrigens, wenn ICH was brauche. Da will ich nix und niemanden um mich haben. Das mag ich gar nicht leiden. 


Von Kleidung


Klar war: ICH brauch nix - theoretisch! Als ich abgenommen hatte, bin ich nämlich vorübergehend einem echten Kaufrausch verfallen. Plötzlich passten alle möglichen Klamotten in normaler Größe und ich konnte gar nicht genug davon bekommen.

Daher verfüge ich über ein erstaunliches Portfolio von z.B. Blusen und Hemden. Die finde ich nämlich total schön. Problem: Ich trage sie eigentlich so gut wie nie. Zum einen macht es in meinem Alltag ziemlich Sinn, die meiste Zeit in Sportklamotten zu verbringen, weil ich sowieso ständig zum oder vom oder beim Sport bin und - und das ist noch deutlich schwerwiegender:

Bügeln steht auf meiner persönlichen HaushaltsSHITlist ganz, ganz, ganz oben!

Bügeln umgehe ich wie der Teufel das Weihwasser und ich werde nienienie verstehen, wie Menschen diese Tätigkeit "entspannend" finden können oder "meditativ". Von daher sind Blusen natürlich eigentlich eine höchst dämliche Anschaffung.

Außerdem habe ich Lieblingskleidung und die ziehe ich - neben Sportsachen - in erster Linie an. Strategisch praktisch liegen diese Klamotten in meinem Kleiderschrank auch schön in Sicht- und Griffhöhe. Alles darüber und darunter nehme ich gar nicht mehr richtig wahr, obwohl reichlichst vorhanden.

In der Summe der Dinge finde ich das so doof, dass ich Folgendes beschloss:

Ich habe das ehemalige Zimmer der Tochter nach ihrem Auszug okkuppiert. Für mich übrigens das schönste im ganzen Haus. Fast 20 qm mit kleinem, französischen Balkönchen. Dorthin werden meine Kleiderschränke umziehen. Dann miste ich harsch aus, sortiere anders ein und sichte, ob und was ich neu brauche.

VORHER GIBT ES NICHTS NEUES, FROLLEIN!

Soweit der Beschluss.

Wie jetzt schlussendlich gestern dann doch 2 Sommerhosen und 2 Oberteile für mich hier Zuhause ankommen konnten, entzieht sich meiner Ahnung total. Seufz. Immerhin keine Bluse, ist doch schon mal was.

Gut, die 3 Paar Socken zählen nicht, die brauchte ich bestimmt wirklich.

Außerdem... Wer kann bei solchen Werbebotschaften auf den kleinen Etiketten schon NEIN sagen?
Sehr raffiniert!




SelbstÜBERschätzung


Ich gehöre zu den Menschen, die niemalsnienicht vor Ort im Geschäft Kleidung anprobieren. Ich sehe, ob mir das Kleidungsstück passt und dann kauf ich das halt.

Falsch.. ich SAH, ob mir ein Kleidungsstück passt, und dann kaufte ich das halt.

Es ist mir jetzt schon zweimal passiert, dass ich zu große Oberteile gekauft habe! Anscheinend stimmt derzeit mein Selbstbild nicht mit der Praxis überein. Möchte ich mich immer noch gründlich verhüllen oder verstecken? Keine Ahnung. In beiden Fällen waren es übrigens Pullover.

Ab sofort wird jedenfalls anprobiert vor dem Kauf.

Auf ins Wochenende. Heute Familie hier zum Grillen wegen Tochtergeburtstag. Ich muss dringend mit den Vorbereitungen anfangen. Kreisch. 



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Freitag, 9. Juni 2017

Persönliches: Meine körperlichen Ziele

Neulich wurde ich mal im Forum gefragt, wo ich denn jetzt gerne gewichtstechnisch hin möchte bzw. was mein Ziel ist. Das ist so eine Sache, das kann ich gar nicht mit einer ZAHL beantworten und erst recht nicht in einem SATZ.

Natürlich hatte ich am Anfang einmal ein Zahlenendziel, wie wohl die meisten anderen, die sich auf einen Abnehmweg begeben. Und wie ebenfalls bei vielen anderen, war das eine Zahl, die ich irrrrggendddwann mal hatte, als ich ungefähr 23 war. In meinem Fall 65 kg bei 1,72 m.

Übrigens: Falls es jemanden interessiert... damals erschien mir das zu hoch und ich wollte immer gerne abnehmen. Ähm. Ja. DER Schuss ging dann mal dezent nach hinten los.


Wir sind einzigartig


Zwischenzeitlich hatte ich das Vergnügen, mit vielen, vielen Frauen zu tun zu haben. Und ich habe festgestellt:

Exkurs: Ich beziehe mich an dieser Stelle auf Frauen, weil ich als Frau eben die auch als Vergleichsmuster heranziehe. Bei Männern wird das aber vermutlich nicht anders sein. 

Wenn du 5 Frauen nebeneinander stellst, die ungefähr gleich groß und gleich schwer, am besten auch noch ungefähr gleich alt sind: DIE SEHEN KÖRPERLICH TOTAL VERSCHIEDEN AUS.

Das fängt z.B. beim Busen an - ist der eher groß oder eher klein? Ist die Person generell muskulös und sportlich oder eher nicht? Ist der Körperbau an sich eher stabil oder filigran? Wo liegen die persönlichen Pölsterchen (auch Problemzonen genannt, wobei das Wort ein bisschen doof ist. Probleme sind echt was anderes, jedenfalls meistens!)? Schließlich gibt es bauchlastige Frauen, beinlastige Frauen (bis hin zu den Waden), dann gibt es die Sanduhrform und die rundum verteilten. Sogar großer Kopf und kleiner Kopf spielt optisch eine Rolle.

Wir sind alle SO verschieden und doch jagen wir gerne einem Ideal nach, das irgendeine Frau irgendwo auf dem Planeten glücklicherweise halt hat - ob das nun für UNS realistisch ist, oder nicht.


Bei mir ist es so


Auf meinem Abnehmweg lernte ich, dass ich eben nicht als Elfe geplant war und bin, und wie ich auch in meinem Buch "Entpuppt" schon schrieb: Niemand macht aus einem Rottweiler einen Chiahuahua.

Ich habe meine Fettpolster rundum und ohne großartigen Schwerpunkt, maximal finde ich die Oberschenkel dicker im Verhältnis, aber ich glaube, das ist eine persönliche Sache zwischen meinen Oberschenkeln und mir. Ich habe nicht gerade besonders lange Beine, was es aber leicht macht, die Hände im Stehen mit durchgestreckten Knien flach auf den Boden zu legen, auch nicht schlecht. Mein Kopf ist ziemlich groß und alles in allem bin ich rundum einfach "stabil". Ich bin muskulös, jedenfalls "untendrunter".

Ich mag mich, wie ich bin, optisch finde ich das "prima okay, aber da geht noch was!"

Meine persönlichen Ziele


Zwei "Zahlenziele" hab bzw. hatte ich dann doch neulich

  • Die U80 - und das hab ich schon geschafft
  • Die U75,9 - aber nur, weil ich dann die 50 kg Abnahme erledigt habe und ein "ich habe einen ZENTNER abgenommen" klingt einfach phänomenal, finde ich.

Dann sind wir aber schon aus den Zahlen raus. Und bei jedem nachfolgenden Ziel kann ich nicht wirklich einschätzen, welches Gewicht dahinter stehen mag. Das bleibt abzuwaren.

  • Ich möchte gerne schöne Arme haben. Ich persönlich finde schöne Arme sexy. Gleichzeitig sind sie höchst selten. Dazu gehört für mich eine gewisse, sehr dezente, sichtbare Muskulatur. 
  • Zu schönen Armen gehören natürlich auch schöne Schultern. Das ist ja mal klar. 
  • Dann hätte ich gerne einen richtig flachen Bauch und auch da hätte ich nichts dagegen, wenn sich die wunderbaren Muskeln, die ich untendrunter bereits besitze, mal ein wenig zeigen würden. Im Moment hab ich da so einen Waschbärbauch über einem Waschbrettbauch, oder so. Und erzählt mir nicht, dass das in meinem Alter nicht mehr geht. Seit ich gesehen hab, dass S. aus meinem Sportkurs mit SECHZIG das hat, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass ich das auch kann. 
  • Flacher Bauch wäre auch toll, um besser die Knie neben die Ohren stellen zu können. In Rückenlage. YinYoga, ihr wisst... Dabei sollte man entspannt atmen können. Derzeit schnappatme ich dabei aber rum, weil Bauch und Busen in Personalunion meine Luft abdrücken. 
  • Ich finde Übungen rund um Planke und Liegestütze total toll. Kann ich ein bisschen, aber könnte besser sein. Weniger Gewicht und mehr Muskeln und üben = coole Planken und Liegestützen. 
  • Meine Oberschenkel könnte noch ein wenig schrumpfen. Echt jetzt. Damit würde sich ein Hosenproblem erledigen, denn derzeit ist entweder die Taille zu weit und die Hose passt bei den Oberschenkeln oder es sitzt halbwegs vernünftig an der Taille und die Oberschenkel klemmen fest. Ich hab schon öfters fluchend in der Umkleidekabine gestanden, das sag ich euch aber. 
  • Vorsichtig werfe ich mal das Laufen in den Ring. Aber ganz leise. Auch da wäre jedes Kilo weniger sicherlich besser für mich und auch für meine Rundenzeiten. Nicht wahr?
Das war es erst einmal, vielleicht kommt noch etwas unterwegs oder ich verwerfe etwas, weil es mir dann doch nicht so wichtig erscheint? Nichts Genaues weiß man nicht.


Mal sehen, wo der Weg mich hinführt / Foto: H. Brettfeld


Langsam, aber sicher


Jedenfalls steht fest: Das ist mit reinem Abnehmen nicht getan, da muss auch körperlich feste dran gearbeitet werden. 

Und nein, das geht natürlich nicht über Nacht, auch nicht in 1-2 Wochen oder Monaten. Ich geb mir einerseits auf jeden Fall die Zeit, die es braucht, andererseits möchte ich aber konsequent dran bleiben. Nur so kann das was werden.

Hast du auch spannende Ziele? Erzähl gerne mal!

Aufauf, es gibt viel zu tun!






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Donnerstag, 8. Juni 2017

Sport: Es/Sie läuft noch/wieder

Eine Freundin, die im vergangenen Jahr mit LCHF fast 30 kg abgenommen hat, hat das Laufen für sich entdeckt und sich zu zwei 5 km-Läufen (also Rennen/Joggen) angemeldet, einer davon ist noch im Juni. Allerdings, erzählte sie mir, könne sie die 5 km noch nicht am Stück durchlaufen.

MOOOOOOMENT!

Die Gute ist nämlich in 2-3 meiner Sportkurse und daher weiß ich, wie sie körperlich drauf ist, und darum war ich mir SEHR sicher, dass sie 5 km durchlaufen kann! Sie ist ein ausgesprochenes Powerbündel auf 2 Beinen!

Aus dem gleichen Grund weiß ich aber auch, dass sie wohl eher ZU VIEL Energie hat, so dass ich mir vorstellen konnte, dass sie einfach ZU SCHNELL am Anfang läuft, so dass nach hinten raus die Puste nicht mehr so recht reicht.

Und ehe ich es mich versah, hatte ich mich als Geschwindigkeitsgeber bzw. Bremse beim Joggen angeboten. Es kam, was ich eher nicht vermutet hätte: Nach ca. 2 Jahren ging die Mutti wieder mal richtig LAUFEN!

Oha.

Was man dazu vielleicht wissen sollte...


Alte Blogleserhasen wissen das - neue vielleicht nicht:

ICH MAG DAS NICHT!!!

Ich liebe Mattensport in allen seinen Ausführungen, inkl. Planken und hunderten Versionen von Bauchmuskelübungen (leidenschaftlich quasi), aber vorwärts bewegen und das auch noch an frischer Luft. Nääääääää!

Und da ist es auch rotzegal, ob dieses Vorwärtsbewegen an frischer Luft in Form von Rennen, Joggen, Walken oder Wandern ist. Ich mag es nicht.

In meiner großen Abnehmphase war ich viel Walken, später Joggen. Legendär die unzähligen Wanderungen, die ich mit dem Mann hinter mich bringen musste, wo ich zornesrot an den Hängen dieser Republik stand und vor mich hin zeterte. Wobei böse (aber ehrliche) Zungen gerne behaupteten, ich würde nur deshalb Joggen, damit ich schneller wieder auf dem Sofa bin als bei Wandern oder Walken.

Ich weiß, dass Vorwärtsbewegen bei frischer Luft GUT für mich und meinen Körper ist - und theoretisch eine gute Ergänzung zum Mattensport, aber das ändert dennoch nichts an der Tatsache, dass ich es shice finde. Trotzdem ist mir klar, dass ich es tun SOLLTE.

Im Zweifel hab ich einfach keine Zeit dafür..


Da ich um Ausreden wenig verlegen bin, hab ich direkt auch mein Killerkriterium parat:

WANN DENN? Ich hab keine Zeit dafür. Schließlich mach ich doch schon andauernd Sport.

Montags habe ich 2 Sportkurse, dienstags 1,5 Stunden, mittwochs hab ich jetzt schon 4 Sportkurse und donnerstags gebe ich akut 2. Fragen?

Diese Ausrede funktioniert übrigens hervorragend, jeder, dem ich mein "Leid" klage, warum ich nicht laufen gehen kann, akzeptiert das nickend. Sehr schön!

Sudda als Bremse


Nun denn, versprochen war versprochen. Schuhe an und raus. Das am letzten Donnerstag bei fast 30 Grad im Nicht-Schatten um 14.30 Uhr. Schon mal nicht so unglaublich clever, da wir durch die Felder gelaufen sind und es da viel gibt, aber eben keinen Schatten...

Vorher musste ich noch feststellen, dass ich gar keine richtigen Laufschuhe mehr habe. Ich nahm diese wunderschönen und saubequemen Exemplare, aber zum Laufen sind die eigentlich eher nicht gedacht, glaub ich. Ich nutze sie jedenfalls für die Freizeit und für Wanderungen.

Man beachte die FARBE, das ist NICHT schwarz. Sehr ungewöhnlich.




Ich stellte schnell fest, dass ich wirklich eine tolle Bremse bin. Ich kann ziemlich gut meine Geschwindigkeit halten, bin dann unterwegs wie eine Lok. Gleichzeitig verriet ich dem Frollein nicht, wie viel Strecke wir bereits hinter uns hatten, ich wollte eigentlich, dass sie sich entspannt. Da wir auf eine meiner probaten Laufstrecken waren, kannte ich jedoch die Entfernung. Das mit dem Entspannen hat nicht so richtig gut funktioniert, sie versuchte ständig die Entfernung zu schätzen (und lag damit gar nicht so verkehrt).

Am Ende war sie dann über 7,5 km am Stück mit mir durchgelaufen - ohne Pause. Siehste, sie kann es also auf jeden Fall!

Gleichzeitig war ich aber auch echt verdammt stolz auf mich. Denn nicht nur sie war ja die über 7,5 km am Stück durchgelaufen. Mutti auch! Ziemlich cool, wenn ich bedenke, dass ich es jahrelang nicht mehr gemacht hab. :)

Und interessant: Ich fand es noch nicht einmal shice! Das hat mir sogar ein bisschen Spaß gemacht.

Und jetzt?


Keine Ahnung!

Irgendwie möchte ich dann doch wieder laufen, andererseits aber gar nicht. Ihr wisst schon, ich hab keine Zeit und so.

Heute ist jedenfalls wieder Donnerstag und gleich hab ich Sport. Ob ich dann vielleicht danach doch sollte...?

Wisst ihr was? Ich lass das einfach mal nachher auf mich spontan zukommen. Sollte ich laufen... glaubt mir, ich werde hier brühwarm damit angeben. ;)


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Mittwoch, 7. Juni 2017

LCHF: Mundräuberin

Seit einigen Wochen achte ich wieder genauer auf meine Ernährung. Wobei, das ist jetzt vielleicht ein wenig irreführend. LCHF war und ist und bleibt meine Ernährung, ABER ich schau genauer auf die Mengen, die ich zu mir nehme. Da hat sich nämlich echter Schlendrian eingeschlichen. Altes Lied: Vermeintlich zu wenig Zeit, um auf sich selbst acht zu geben. Blabla. Brauchen wir gar nicht zu diskutieren, ist eine ungute Angewohnheit von mir.

Ich könnte auch sagen, dass ich wieder angefangen habe, abzunehmen, aber ich kenne mein kleines, nerviges Innenich, das immer dann wieder einzuknicken droht, wenn ich hier im Blog LAUT sagen würde, dass ich das täte (oder so), darum tu ich das eben nicht. Nein, ich habe keine Ahnung, warum ich so reagiere, nicht alles lässt sich einwandfrei erklären.

Falls sich jetzt jemand sorgt: Ich bin nicht "unglaublich ausgeufert", aber es gab eine unschöne, schleichende Waagentendenz in eine nicht von mir präferierte Richtung. Ruder ist rumgerissen und ich bin wieder bei 79kommairgendwas kg angekommen. Jetzt, wo ich so schön drin bin, würde ich natürlich gerne noch ein bisschen weiter.. Aber das sag ich eben nicht laut. Warten wir es ab.

Daher von mir: Ich achte einfach auf die Mengen, die ich esse, und das seit Ende April. PUNKT!

Dabei ist mir eines sehr stark aufgefallen: Ich mundraube!

Es liegen noch ein paar Gurkenscheiben rum? Weg damit - in den Mund. Muss man ja nicht wegschmeißen. Sind doch nur Gurkenscheiben. (Nein, sind es nicht, es geht ums Prinzip)

Ich koche? Nun, da MUSS man doch abschmecken und probieren, nicht wahr? (Nein, das ist natürlich kein Drama, wenn man EINMAL ein BISSCHEN abschmeckt und probiert... )

Ich brate Fleisch an? Hab ich schon mal erzählt, dass ich eine ausgesprochene Schwäche für rohes (!) Rindfleisch habe? Nein? Ist dummerweise so. (Jaja, siehe Punkt zuvor!)

Es sind noch Reste vom Essen über? Dann frier ich die doch mal ein. Wobei... DAS Bisschen kann ich ja wohl auch schnell aufessen. (Mutier ich wieder zu der Biotonne, die ich früher einmal war?)

Im Kühlschrank weint leise eine einsame Scheibe Käse? Kein Problem, die Rettung in Form von kauender Mutti naht. (Ich bin so eine gute Seele...)

ÄTZEND!


Mein bevorzugter Tatort!


Und soll ich euch sagen, was daran das Blödeste ist?
MAN REGISTRIERT DIESES ZWISCHENDURCHGEKAUE NICHT!

Stimme aus dem Off: Stop, Frau Sudda, schieben Sie das mal bitte nicht in ihrer Formulierung auf andere oder die Allgemeinheit... Da tendieren Sie zu...

Also nochmal neu:
ICH registrierte dieses Zwischendurchgekaue nicht. (JETZT registrierte ich es nämlich sehr wohl.)

Und ich kann nur grob erahnen, wie viel überflüssig gegessene Energie dabei zusammen gekommen ist, so über die Monate betrachtet. Meine Lösung dafür ist, dass ich versuche, in allen Momenten, in denen ich Nahrung nahe komme, bewusst anwesend zu sein und nicht im Autopilotmodus. Dennoch erwisch ich mich manchmal doch mit den Fingern am Essen auf dem Weg zum Mund, Gewohnheiten stellen sich leider nicht im Handumdrehen ab. Aber ich arbeite daran.

Jedenfalls... ich bin echt froh, dass mir das aufgefallen ist. Wollte ich euch nur mal alles ein bisschen erzählen.




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